nie mehr allein und vergessen
In den Elendsgebieten Limas leben rund 4'000 minderjährige Mädchen, die selbst bereits ein Kind haben. Oftmals kommt es durch die beengte Wohnsituation, die
Armut und Hoffnungslosigkeit zu Gewalt und Übergriffen.
In den Elendsgebieten Limas, der Hauptstadt Perus, leben rund 4'000 minderjährige Mädchen, die selbst bereits ein Kind haben. Oftmals kommt es durch die beengte Wohnsituation, die Armut und Hoffnungslosigkeit zu Gewalt und Übergriffen.
Manche Mädchen wurden missbraucht, manche zum Sex genötigt. Drei Viertel der Väter machen sich aus dem Staub. Viele Familien sind so arm, dass sie keine Möglichkeit haben, die schwangeren Mädchen zu unterstützen. Dann sitzen die Mädchen da: ohne abgeschlossene Schulausbildung, ohne Verdienst, ohne ausreichenden Wohnraum.
Das Kinderwerk Lima hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Teenager zu unterstützen und ihnen bessere Chancen für ihre Zukunft zu ermöglichen. Sozialarbeiterinnen und Betreuerinnen kümmern sich derzeit um rund 300 Teenagermütter und ihre Babys. Die Betreuung beginnt bereits in der Schwangerschaft.
So helfen wir den jungen Müttern:
Hausbesuche: Jede Teenagermutter wird des Programms wird regelmässig zu Hause besucht und beraten. Die Mädchen werden von vielen Sorgen geplagt - da tut es gut, jemanden zu haben, der ihnen zuhört und sich um sie kümmert.
Gesundheit: Die Sozialarbeiterinnen sorgen auch dafür, dass die nötigen Gesundheits-Checks in der Schwangerschaft und nach der Geburt durchgeführt werden. Wenn nötig ermöglichen wir Mutter und Kind weitere ärztliche Behandlungen. Für alle Teenagermütter gibt es Kurse zu Themen wie Geburtsvorbereitung, Babypflege, Hygiene und gesunde Ernährung.
Behörden: Die Teenagermütter werden unterstützt bei der Beschaffung von Geburtsurkunden und weiteren Dokumenten.
Verbesserung der Einkommenssituation: Die finanzielle Situation der jugendlichen Mütter ist eigentlich immer prekär. Wir wollen diesen Mädchen helfen, etwas Geld zu verdienen und zeigen ihnen, wie man Süssspeisen zubereitet. Diese können sie zu Hause herstellen und in der Nachbarschaft verkaufen.
Rechtsberatung: Den Mädchen steht eine kostenlose Rechtsberatung zur Verfügung, zum Beispiel, wenn es um die Anerkennung der Vaterschaft geht.
Schulabschluss: Die Gutenbergschule sorgt in einem speziellen Programm dafür, dass die Mädchen den Schulabschluss nachholen können. Ihre Babys werden während des Unterrichtes von unseren Erzieherinnen betreut. So schliessen jedes Jahr zwischen 20 und 40 Teenagermütter die Schule ab und haben die Chance auf eine weitergehende Ausbildung.
Die Betreuung einer Teenagermutter kostet im Monat rund CHF 100.-.
Vielen Dank für Ihre Unterstützung.
Von Herzen Danke!